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Jargon der Eigentlichkeit
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Jargon der Eigentlichkeit. Zur deutschen Ideologie ist ein ideologiekritisches Werk Theodor W. Adornos, das 1964 im Suhrkamp Verlag erschien. Es wurde in viele Sprachen ĂŒbersetzt, u. a. ins Spanische (1971), Englische (1973), Italienische (1982), Französische (1989), Russische, TĂŒrkische, DĂ€nische und RumĂ€nische.
Gegenstand ist eine Sprachkritik, die sich gegen einen damals verbreiteten Jargon wendet, der dem Verfasser im Deutschland der Nachkriegszeit vor allem bei FunktionstrĂ€gern an offiziellen AnlĂ€ssen und mehr noch in Veröffentlichungen auffiel. Die verwendeten Ausdrucksformen sieht Adorno prominent bei Martin Heidegger und Karl Jaspers bereits in der SpĂ€tphase der Weimarer Republik vorgebildet. Der Jargon ist fĂŒr Adorno Ausdruck der herrschenden zeitgenössischen deutschen Ideologie, die AnklĂ€nge an Sprachformen und Denkweisen des scheinbar ĂŒberwundenen NS-Faschismus zeige. Mit dem Untertitel des Werks macht Adorno deutlich, dass er seine Schrift als Ideologiekritik in der Nachfolge des von Marx und Engels verfassten Textes Die deutsche Ideologie versteht. In der Rezeption wurde Adornos Schrift vorrangig als ein direkter Angriff auf Heidegger und seine Philosophie wahrgenommen.
Contents
âą Gliederung
âą Inhalt
âą Ausgaben
âą Literatur
âą Anmerkungen
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Gliederung
Die Schrift ist Friedrich Pollock gewidmet. Sie besteht aus vier durch Spatien abgetrennten Teilen und einer nachstehenden kurzen Notiz. Der Vorspruch der Erstausgabe markiert die zweifache StoĂrichtung: â[âŠ] wird zunĂ€chst die Sprachform auf ihren Ausdrucksgehalt hin analysiert und dann dieser aus der Unwahrheit der Philosophie abgeleitet, die jenen Wortschatz prĂ€gt.âcite-ref-1[1] So erörtern die ersten beiden Teile die Merkmale des Jargons mit seinen Signalwörtern, die letzten beiden beziehen sich direkt auf Heideggers Konzeption von Eigentlichkeit und Uneigentlichkeit in dessen Hauptwerk Sein und Zeit als dem vermeintlich philosophischen Fundament des Jargons.cite-ref-2[2] Die Notiz begrĂŒndet die Abtrennung des Textes von Adornos Schrift Negative Dialektik und rechtfertigt den RĂŒckbezug des Jargons auf Philosopheme von Heidegger und Jaspers, die Adorno als âPatriarchen des Jargonsâ (JdE 67/465)cite-ref-3[3] bezeichnet.
Inhalt
In einer frĂŒhen Rezension hat der Philosoph und PĂ€dagoge Hermann Mörchen das Werk als âmissing linkâ zwischen zwei Zeittendenzen charakterisiert: ânĂ€mlich zwischen den âambitiösen EntwĂŒrfen deutscher Philosophie aus der zweiten HĂ€lfte der zwanziger Jahreâ (JdE 138/525) und einem ideologischen âJargonâ, der, auf Ă€ltere Modelle rekurrierend, nach dem Krieg âallgegenwĂ€rtig gewordenâ ist, âals die NS-Sprache unerwĂŒnscht wardâ (JdE 19/425)â.cite-ref-4[4] Gleichwohl will Adorno im Jargon der Eigentlichkeit weiterhin AffinitĂ€ten zum nationalsozialistischen Denken aufdecken und fĂŒhrt dazu verschiedene Beispiele an. Seiner Meinung nach gewĂ€hre die Sprache dem âfortschwelenden Unheilâ Asyl (JdE 9/416).
Erster und zweiter Teil
In den beiden ersten Teilen beschreibt Adorno den Jargon der Eigentlichkeit als die bestimmende Ideologie in der bundesdeutschen Nachkriegsgesellschaft. In der lang andauernden Konjunktur verkenne sich die Gesellschaft âals einiges Volk von MittelstĂ€ndlernâ und lasse âdas von einer Einheitssprache sich bestĂ€tigenâ (JdE 20/426). Als die âzur reinen Form erstarrte Sprache des philosophischen Existentialismusâcite-ref-5[5] habe sie in den 1920er Jahren dem Nationalsozialismus zugearbeitetcite-ref-6[6] und sich wĂ€hrend der 1950er Jahre, die NS-Sprache gleichsam ersetzend, in nahezu allen öffentlichen Verlautbarungen behauptet.cite-ref-7[7] Der Jargon fungiere als âKennmarke vergesellschafteter ErwĂ€hltheitâ, edel und anheimelnd in eins; Untersprache als Obersprache; der Jargon verwende âmarktgĂ€ngige Edelsubstantiveâ, Worte, die âklingen[,] als ob sie Höheres sagten, als was sie bedeutenâ, die sakral sind ohne sakralen Gehalt, Effekt sind als Wirkung ohne Ursache, die ein ânicht vorhandenes Geheimnisâ vorgeben, die eine âHimmelfahrt des Wortes, als wĂ€re der Segen von oben in ihm zu lesenâ suggerieren, ein âstĂ€ndiges Tremoloâ und eine âprĂ€fabrizierte Ergriffenheitâ. Der Jargon erstrecke sich von der Philosophie und Theologie nicht bloĂ Evangelischer Akademien ĂŒber die PĂ€dagogik, ĂŒber Volkshochschulen und JugendbĂŒnde bis zur gehobenen Redeweise von Deputierten aus Wirtschaft und Verwaltung (JdE 9/416). Charakteristisch fĂŒr ihn seien âsignalhaft einschnappende Wörterâ (JdE 9/417), die Adorno auf Heideggers Leitkategorie der Eigentlichkeit zurĂŒckfĂŒhrt. Eigentlichkeit steht bei Heidegger fĂŒr Wahrheitsorientierung und authentisches Leben, im Gegensatz zur Uneigentlichkeit, worunter er Erscheinungsformen der SelbsttĂ€uschung wie das âVerfallen-Seinâ an âdas Manâ und âdas Geredeâ begreift. Heidegger dominierte zu Beginn der 1960er Jahre die Sprache der Geisteswissenschaften an den deutschen UniversitĂ€ten,cite-ref-8[8] unbeschadet seines Engagements fĂŒr den Nationalsozialismus (Parteizugehörigkeit zur NSDAP seit 1933, Freiburger Rektoratsrede von 1933).
Als Signalwörter des Jargons sieht Adorno die von ihm so bezeichneten âEdelsubstantiveâ; hierzu zĂ€hlt er âAuftragâ, âAnrufâ, âBegegnungâ, âechtes GesprĂ€châ, âAnliegenâ und âBindungâ (JdE 9/417). Er kritisiert, dass diese durch ihren metaphysischen Gestus einen emphatischen Wahrheitsanspruch erheben, der sich so nicht einlösen lĂ€sst. Sie sind Kernbegriffe einer âjĂŒngeren deutschen Ideologieâ. Heidegger habe mit seiner zentralen Kategorie der Eigentlichkeit in Sein und Zeit den Resonanzboden geschaffen und âdie meisten anderen Siglen [âŠ] ĂŒber seinen bekanntesten Text ausgestreutâ (JdE 44/446). FĂŒr den Jargon der Eigentlichkeit und die dahinter stehende Ideologie ist Heidegger nach Adorno stilistisches Vorbild. Eigentlichkeit beleuchte âden Ăther, in dem der Jargon gedeiht, und die Gesinnung, die latent ihn speistâ (JdE 9/417). Zum festen Bestandteil des Jargons gehört auch die âLiturgie von Innerlichkeitâ, die die âwachsende Ohnmacht des Subjektsâ und seinen âVerlust an Welt und GegenstĂ€ndlichkeitâ ideologisch verbrĂ€me (JdE 61f./460f.). Heidegger ĂŒbernahm den Begriff der Innerlichkeit von SĂžren Kierkegaard, dem âUrvater aller Existenzialphilosophieâ (JdE 107/498).
Als formalen Charakter des Jargons bezeichnet Adorno eine rhetorische Praxis, die durch Kontext, Wortwahl und Tonfall die Worte als das Eigentliche, existentiell nicht mehr Hinterfragbare, erscheinen lassen und die die kritische PrĂŒfung ihres Gehalts verhindert. Worte werden âwie Orangen in Seidenpapierâ gepackt (JdE 39/442). Die Sprache zerfĂ€llt dabei in einzelne Worte, deren Sinn nicht mehr durch den Zusammenhang bestimmt wird. Vielmehr blieben die Worte bei einer ĂuĂerung im Jargon unbestimmt: Indem der Jargon behauptet, die Worte ihrem eigentlichen Sinn, dem âUrsinnâ nach zu verwenden, entzieht er sie dem Kontext und jedem angebbaren begrifflichen Inhalt, sie sind âaustauschbare Spielmarken, [âŠ] unberĂŒhrt von der Geschichteâ (JdE 11/418), und so klingen die Jargonworte âwie wenn sie ein Höheres sagten, als was sie bedeutenâ. Als âsakral ohne sakralen Inhalt, [âŠ] sind die Stichwörter des Jargons der Eigentlichkeit Verfallsprodukte der Auraâ (JdE 12/419). Gemeint ist die Aura im Sinne von Walter Benjamin, der mit ihr Unnahbarkeit, Echtheit und Einmaligkeit konnotiert. Praktikabel ist der Jargon âauf der ganzen Skala von der Predigt bis zur Reklameâ (JdE 39/442). Die verselbstĂ€ndigte Verwaltung, die davon ĂŒberzeugen möchte, dass sie um des verwalteten Ganzen willen da sei, liebĂ€ugele âebenso mit dem Jargon, wie dieser mit ihr, der bereits irrationalen, sich selbst genĂŒgenden AutoritĂ€tâ (JdE 68/466). Der Ideologie dient der Jargon als Werkzeug zur TĂ€uschung ĂŒber den Verlust von Inhalten, die IndividualitĂ€t begrĂŒnden könnten und der Tröstung ĂŒber die in der AnonymitĂ€t der âTauschgesellschaftâ verloren gegangene menschliche WĂŒrde. Die âsprachliche Verlogenheitâ geht so weit, dass schön gekleidete Worte auch ein aufscheinendes Unheil umkehren und als Heil verklĂ€ren, das âNichts als Etwasâ bezeichnen (JdE 134/522).
StĂ€rker als gegen Heidegger polemisiert Adorno gegen den Philosophen Karl Jaspers und den Philosophen und PĂ€dagogen Otto Friedrich Bollnow, deren SchlĂŒsselbegriffe er dem Bedeutungsfeld der Eigentlichkeit zuschlĂ€gt. Bei Jaspers kritisiert er dessen â von Adorno als âungeniertâ charakterisiertes â âLob der PositivitĂ€tâ (JdE 22/427) aus dessen verbreiteter Publikation Die geistige Situation der Zeit (1931 erstmals erschienen und 1947 in 5. Auflage wieder aufgelegt) sowie die âtriebfeindlichen Tabus der Innerlichenâ, die sich in seinen BĂŒchern âaustobtenâ (JdE 64/462). Bollnows Schrift Neue Geborgenheit (1956) lehnt Adorno uneingeschrĂ€nkt ab. Sie unterstelle in einer heillosen Welt, mit einem âGefĂŒhl dankbarer Zustimmung zum Daseinâ (JdE 23/428), Geborgenheit als etwas Gegebenes. Bollnows Begriff der âSeinsglĂ€ubigkeitâ (bei dem Adorno ironisch vermerkt: Zufall sei sicherlich der Anklang an âDeutschglĂ€ubigkeitâ) erscheint ihm als eine pseudo-religiöse Haltung ohne religiösen Inhalt.cite-ref-9[9]
Dritter und vierter Teil
In den beiden letzten Teilen befasst sich Adorno eingehend mit Heideggers Sprache und Philosophie. Er behandelt Heidegger zunĂ€chst als Sprecher des Jargons, indem er dessen Lyrik und einige seiner â von der akademischen Welt als âunwichtigâ angesehenen â Texte sprechen lĂ€sst. Nicht anders als seine Epigonen habe Heidegger noch den trivialsten Begriff mit einer religiösen Aura ausgestattet.cite-ref-10[10] Erst danach unterzieht er Heidegger einer âausfĂŒhrlichen philosophischen Kritikâ.cite-ref-11[11] Bei dieser Kritik werden das Begriffspaar Eigentlichkeit und Uneigentlichkeit aus Sein und Zeit sowie die âzur Uneigentlichkeit geschlagenen Kategorienâ des âManâ und des âGeredeâ sowie seine Konzeptionen von âSorgeâ, âGeborgenheitâ, âJemeinigkeitâ, Dasein und Tod kritisch hinterfragt. Adorno unterzieht sie einer sprachlichen und soziologischen Analyse, indem er sie auf ihre gesellschaftlichen Gehalte hin analysiert und ihren Bezug zum Jargon der Eigentlichkeit herstellt. Heideggers Begriff des uneigentlichen âManâ, mit der er eine von der Ăffentlichkeit bestimmte Existenz bezeichnet, beurteilt Adorno als abstrakte Gesellschafts- und Kulturkritik.cite-ref-12[12] Seine Behandlung des Todes sei die âTheodizee des Todesâ, die den âKern der Heideggerschen Philosophieâ ausmache.cite-ref-13[13] Sein wichtigster Einwand gegen Heideggers Philosophie besteht fĂŒr den Philosophen und Literaturwissenschaftler Romano Pocai darin, dass âsie aus der schlechten Empirie Transzendenz machtâ (JdE 97/490).cite-ref-14[14]
In der nachgestellten Notiz verweist Adorno nochmal auf den Zusammenhang des Jargons mit seinem philosophischen Ursprung: âWas an der schlechten Sprachgestalt Ă€sthetisch wahrgenommen, soziologisch gedeutet ist, wird abgeleitet aus der Unwahrheit des mit ihr gesetzten Gehalts, der impliziten Philosophieâ (JdE 138/524 f.), nĂ€mlich der heideggerschen.
Entstehungsgeschichte
Den Plan einer Kritik des Jargons der Existenzphilosophie kĂŒndigte Adorno in seinen Vorlesungen ĂŒber Ontologie und Dialektik im Wintersemester 1960/61 an,cite-ref-15[15] nachdem er schon im Wintersemester 1951/53 in seiner Vorlesung Der Begriff der Philosophie Heideggers âBedĂŒrfnis nach Urwortenâ und seinen Jargon, der sich leicht imitieren lieĂe, moniert hatte.cite-ref-16[16] In der Neuen Rundschau erschienen 1963 AuszĂŒge aus den einleitenden Teilen der spĂ€teren Buchpublikation, in denen Adorno einen exklusiven Kreis teils nationalkonservativ gesinnter Intellektuellercite-ref-17[17] aufs Korn nimmt, die in der Weimarer Republik eine positive Theologie vertraten. Wie Adorno berichtet, tauften Ketzer diese Leute âdie Eigentlichenâ (JdE 8/416). GestĂŒtzt auf eine Eintragung in einem Notizheft Adornos, identifiziert Max Beck diesen Kreis als den Patmos-Kreis, der sich in den 1920er Jahren um den gleichnamigen Verlag in WĂŒrzburg gebildet hatte; ihm gehörten u. a. Franz Rosenzweig, Leo Weismantel, Karl Barth, Viktor von WeizsĂ€cker und Eugen Rosenstock-Huessy an.cite-ref-18[18] Das erst spĂ€ter erschienene Buch Sein und Zeit, so Adorno, habe dann deutlich gezeigt, âwohin es den dunklen Drang der intelligentsia vor 1933 triebâ (JdE 8/416). Der bei Buber und Rosenzweig anklingende Jargon wird, Beck und Coomann zufolge, âu.a. von Jaspers und Heidegger zu einer philosophisch verbindichen Diktion erhobenâ.cite-ref-19[19] UrsprĂŒnglich war die Schrift als Teil der Negativen Dialektik geplant. Adorno beschloss jedoch, die inhaltliche und immanente Kritik an Heideggers Fundamentalontologie von der polemischen Analyse der âsprachphysiognomischen und soziologischen Elementeâ (JdE 127/524) bei Heidegger sowie deren Widerhall in der öffentlichen Sprachpraxis zu trennen.
Stellenwert im Gesamtwerk
Mit dem Untertitel Zur deutschen Ideologie stellt Adorno seine Schrift in eine auf Marx und Engels zurĂŒckgehende Tradition der Ideologiekritik zeitgenössischer Philosophie durch Zeitgenossen.cite-ref-20[20] Das von ihnen 1845/46 verfasste Konvolut Die deutsche Ideologie wurde erstmals 1932 veröffentlicht; sie gilt als das SchlĂŒsselwerk der marxistischen Ideologiekritik.
Da Sprachkritik fĂŒr Adorno ein zentrales Anliegen war, misst er der Schrift selbst einen hohen Stellenwert bei. Als aus der Emigration ZurĂŒckgekehrter habe er die NaivitĂ€t zum Eigenen verloren und sei wachsam geworden gegenĂŒber allem Schwindel, den die Sprache befördert; auch darum habe er den Jargon der Eigentlichkeit geschrieben: âWeil ich Sprache als einem Konstituens des Gedanken soviel Gewicht beilege wie in der deutschen Tradition Wilhelm von Humboldt, drĂ€nge ich sprachlich, auch im eigenen Denken, auf eine Disziplin, der die eingeschliffene Rede nur allzu gern entlĂ€uft.âcite-ref-21[21]
Tilo Wesche sieht Jargon der Eigentlichkeit als Teil der Auseinandersetzung Adornos mit der Philosophie Heideggers. Diese Auseinandersetzung sei auf drei Ebenen erfolgt: Heideggers Philosophie als Zielscheibe von Polemik, als Gegenstand sachlicher Kritik und Heidegger als unsichtbarer Gegenspieler, an dem Adorno sich âunausdrĂŒcklich abarbeitetâ.cite-ref-22[22] WĂ€hrend sich Adorno in seiner Vorlesung Ontologie und Dialektik im Wintersemester 1960/61cite-ref-23[23] sowie in der Negativen Dialektik auf der Ebene der Sachkritik mit Heideggers Philosophie befasst habe, stelle der Jargon der Eigentlichkeit innerhalb des Gesamtwerks Adornos den polemischen Höhepunkt in der Auseinandersetzung mit Heidegger dar.cite-ref-24[24] FĂŒr Christoph Demmerling, der in Heidegger âeinen ĂŒberaus wichtigen Bezugspunktâ im Denken Adornos verortet, ja âeine â hĂ€ufiger verborgene, gelegentlich aber auch offene â AffinitĂ€t zu Heideggerâ erkennt, handelt es sich um Adornos ausfĂŒhrlichste Schrift âzu der unter den Mitgliedern der Frankfurter Schule offiziell zum Ărgernis erklĂ€rten Philosophie Heideggersâ.cite-ref-25[25]
Rezeption und Kritik
FĂŒr Adornos Biographen Stefan MĂŒller-Doohm ist der Sprachjargon als Ideologie fĂŒr Adorno âeine Kompensation fĂŒr die realen Bedeutungs- und Sinnverluste, die das Individuum in der verwalteten Welt hinnehmen mĂŒsseâ.cite-ref-26[26]
Der französische Philosoph und Heidegger-Experte François FĂ©dier wertete in einer frĂŒhen französischen Rezension fĂŒr die Zeitschrift Critique Adornos Schrift als eine Attacke gegen Heidegger.cite-ref-27[27] Auch Hartmut Scheible begreift die Schrift als âAbrechnung mit Heidegger und dessen Gefolgschaftâ und sieht ihre Wirkung darin, dass bald nach ihrem Erscheinen die âweihevolle Sprachsauceâ ihre Vormachtstellung verloren habe.cite-ref-28[28] Tilo Wesche konstatiert eine âteils treffende, teils verzerrende Polemikâ gegen Heidegger.cite-ref-29[29] JĂŒrgen Habermas bezweifelt, dass Adorno Heidegger ĂŒberhaupt intensiv gelesen habe.cite-ref-30[30] RĂŒdiger Safranski vermutet, dass Heideggers zeitweilige Verstrickung in den Nationalsozialismus Adorno gelegen kam, um ihm gegenĂŒber âmit dem Hammer zu philosophierenâ und einen Abstand herzustellen, âder in der Sache des Denkens so groĂ nicht warâ.cite-ref-31[31]
In einer Rezension urteilt Hermann Mörchen, der Verfasser eines Buches ĂŒber die philosophische Kommunikationsverweigerung zwischen Adorno und Heidegger, dass Adornos Traktat âscharfsinnige Sprachbeobachtungen [âŠ] ohne Zweifel in groĂer Zahl enthĂ€ltâ, aber âin der Leidenschaft und Blindheit seiner Polemikâ habe er âwie ein Verzweifelter alles auf eine Karte gesetzt, um seinem Gegner [âŠ] einen, wie er meint, vernichtenden Schlag zu versetzenâ.cite-ref-32[32] Micha Brumlik moniert, dass Martin Buber in dem Buch âungerecht und verstĂ€ndnislosâ angegriffen wird.cite-ref-33[33] Nach RĂŒdiger Safranski rechnet das Buch mit einem Zeitgeist ab, dessen Zeit schon abgelaufen war, als das Buch zur Zeit der Kanzlerschaft von Ludwig Erhard erschien. âDer weihevolle Jargon gedieh in der patriarchalischen Adenauerzeitâ.cite-ref-34[34] Lorenz JĂ€ger bewertet die Folgen des Buches als verheerend: âĂber mehrere Jahrzehnte war Heidegger bei der deutschen Intelligenz nicht nur ein Gegenstand der Kritik â man meinte vielmehr, im LĂ€cheln ĂŒber seine Sprache schon ĂŒber ihn hinaus zu sein.âcite-ref-35[35]
Auf eine sprachliche KalamitĂ€t weist Hermann Mörchen hin: Wer wie Adorno ohne die Wörter âeigentlichâ und âuneigentlichâ auszukommen sucht, benötigt andere Wörter, um dasselbe zu sagen, etwa âwesentlichâ und âunwesentlichâ. Die inhaltliche Bestimmung beider Sprachpaare unterliegt selbst in Adornos VerstĂ€ndnis âdefinitorischer WillkĂŒrâ (JdE 103/495).cite-ref-36[36]
Eine intensive Kontroverse mit harscher Kritik und engagierter Verteidigung des Buches lieferten sich Thomas HĂ€rting und Hermann SchweppenhĂ€user in der Zeitschrift fĂŒr philosophische Forschung. HĂ€rting setzt sich in seiner Rezension nicht mit dem Jargon als solchem auseinander, sondern sieht in der Schrift âteils Vorwand, teils Vehikel im Austrag einer philosophischen Fundamentaldifferenzâ.cite-ref-37[37] Er deutet diese Differenz als eine zwischen Existentialphilosophie und Ideologiekritik. Das âLeitzeugâ des adornoschen Philosophierens sei die âReflexionâ, die sich aufs Neinsagen versteife und das existentielle Seinsdenken Heideggers ablehne und interpretativ verfehle. Stets sei Adorno versucht, Heidegger fĂŒr einen Nazi zu halten und die âhundertjĂ€hrige Existentialontologie als nazistisch zu diffamierenâ.cite-ref-38[38] Der Versuch zu âHeideggers Hinrichtungâ gelte âparadigmatisch fĂŒr Existenzphilosophie insgesamtâ.cite-ref-39[39] Adornos âdubioser Hegelianismusâ und âSozialdeterminismusâ könne zum innersten Kern der Philosophie Heideggers nicht vordringen. Formal rĂŒgt er an der Schrift das âGepöbelâ, das âaffektgeladene GeschwĂ€tzâ und die âideologische Gossenspracheâ.cite-ref-40[40] â In seiner Entgegnung bezeichnet SchweppenhĂ€user HĂ€rtings Kritik als âpauschal, destruktiv, totalitĂ€râ.cite-ref-41[41] Den Vorwurf, dass Adorno die Existentialontologie pauschal als nazistisch diffamiert habe, versucht er mit dem Verweis auf das Kierkegaard-Buch zu entkrĂ€ften.cite-ref-42[42] Im Mittelpunkt der Kritik und Replik beider Kontrahenten stehen Auseinandersetzungen ĂŒber das unterschiedliche HegelverstĂ€ndnis und die ontologische Seinsanalyse.
Den Vorwurf einer manierierten Erhaben- und Erhobenheit ĂŒber die Wirklichkeit, einer gesellschaftsfremden Wertblasiertheit oder gar eines totalitĂ€ren Anspruchs an Jaspers weist Richard Wisser zurĂŒck. Das VerstĂ€ndnis von Eigentlichkeit, wie es Adorno Jaspers unterstelle, habe nichts mit dem BegriffsverstĂ€ndnis von Jaspers zu tun. âEigentlichâ meine bei Jaspers eine Ausnahme, in der der Mensch zu sich und seinem eigenen Wahrsein finde.cite-ref-43[43] Bollnow hat sich in dem Aufsatz Das Zeitalter des Misstrauens unmittelbar gegen die VorwĂŒrfe Adornos gewendet.cite-ref-44[44] Adornos Polemik bezeichnet er als âBeispiel eines die Sache verfehlenden Angriffsâ.cite-ref-45[45] Die Ideologiekritik erhebe einen unangemessenen Anspruch auf AlleingĂŒltigkeit und verkenne, dass es neben der harten und grausamen Wahrheit auch eine tröstende und tragende Wahrheit einer sinnerfĂŒllten Welt gibt.cite-ref-46[46]
Von neueren Vertretern der Frankfurter Schule ist die Arbeit wegen ihrer polemischen und ideologiekritischen Anlage nicht ernst genommen und, wie es heiĂt, als âKompensation einer ĂŒbergroĂen philosophischen NĂ€he Adornos zu Heidegger 'entlarvt' wordenâ. Die âeinseitig negativ-kritische Ausrichtungâ markiere zweifellos die Grenze ihres Potentials.cite-ref-47[47]
Ausgaben
âą Theodor W. Adorno: Jargon der Eigentlichkeit. Zur deutschen Ideologie. 1.â10. Tausend. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1964.
âą Theodor W. Adorno: Jargon der Eigentlichkeit. Zur deutschen Ideologie. In: ders: Gesammelte Schriften, Band 6: Negative Dialektik. Jargon der Eigentlichkeit. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1970.
Literatur
âą Max Beck: Jargon, Bullshit, Sinnlos. Ăber die Methode von Theodor W. Adornos Jargonkritik (nebst einigen Bemerkungen zur Sprachkritik der Analytischen Philosophie). In: Deutsche Zeitschrift fĂŒr Philosophie, 69 (2021), Heft 4, S. 646â660.
âą Max Beck / Nicholas Coomann (Hrsg.): Sprachkritik als Ideologiekritik. Studien zu Adornos âJargon der Eigentlichkeitâ. Königshausen & Neumann, WĂŒrzburg 2015, ISBN 978-3-8260-5639-0.
âą Max Beck: Sprache und Eigentlichkeit. Theodor W. Adornos Polemik âJargon der Eigentlichkeitâ in der âNeuen Rundschauâ. Ăberlegungen zu einem viel beredeten und wenig verstandenen Text. In: Wirkendes Wort. Band 3, 2013, S. 461â474.
âą Thomas HĂ€rting: Ideologiekritik und Existenzphilosophie. Philosophische Stellungnahme zu Th. W. Adornos âJargon der Eigentlichkeitâ. In: Zeitschrift fĂŒr Philosophische Forschung. Band 21, Heft 2, 1967, S. 282â302.
âą Hermann Mörchen: Jargon der Eigentlichkeit. Zur deutschen Ideologie. In: Zeitschrift fĂŒr deutsches Altertum und deutsche Literatur. Band 94, Heft 2, 1965, S. 89â95.
âą Romano Pocai: Jargon der Eigentlichkeit. Zur Deutschen Ideologie. In: Axel Honneth (Hrsg.): SchlĂŒsseltexte der Kritischen Theorie. VS Verlag fĂŒr Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2006, S. 52â55.
âą Hermann SchweppenhĂ€user: Thomas HĂ€rtings Adorno-Kritik. Eine Replik als Antikritik zu dem polemischen Aufsatz ĂŒber Ideologiekritik und Existenzphilosophie von Thomas HĂ€rting. In: Zeitschrift fĂŒr Philosophische Forschung. Band 21, Heft 4, 1967, S. 554â570. Wieder abgedruckt: Verleumdete AufklĂ€rung. Zur ontologischen Adornokritik. In: Ăber Theodor W. Adorno. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1968, S. 90â119.
Anmerkungen
cite-note-11. â Thomas HĂ€rting: Ideologiekritik und Existenzphilosophie. Philosophische Stellungnahme zu Th. W. Adornos âJargon der Eigentlichkeitâ. In: Zeitschrift fĂŒr Philosophische Forschung. Band 21, 1967, Heft 2, S. 282. â Als VerlagsankĂŒndigung findet sich der âVorspruchâ auf S. 2 der Erstausgabe.
cite-note-22. â Romano Pocai: Jargon der Eigentlichkeit. Zur Deutschen Ideologie. In: Axel Honneth (Hrsg.): SchlĂŒsseltexte der Kritischen Theorie. VS Verlag fĂŒr Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2006, S. 52.
cite-note-33. â Zitiert wird mit dem Sigel JdE, Seitenangaben vor dem Querstrich aus der Einzel-/Erstausgabe: Jargon der Eigentlichkeit. Zur deutschen Ideologie. 1.â10. Tausend, Suhrkamp, Frankfurt/M. 1964; Seitenangaben nach dem Querstrich aus der Gesamtausgabe: Jargon der Eigentlichkeit. Zur deutschen Ideologie. In: Theodor W. Adorno: Gesammelte Schriften, Band 6: Negative Dialektik. Jargon der Eigentlichkeit. 5. Auflage, Suhrkamp, Frankfurt am Main 1996.
cite-note-44. â Hermann Mörchen: Jargon der Eigentlichkeit. Zur deutschen Ideologie. In: Zeitschrift fĂŒr deutsches Altertum und deutsche Literatur, Band 94, Heft 2, 1965, S. 89.
cite-note-55. â Romano Pocai: Jargon der Eigentlichkeit. Zur Deutschen Ideologie. In: Axel Honneth (Hrsg.): SchlĂŒsseltexte der Kritischen Theorie. VS Verlag fĂŒr Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2006, S. 52.
cite-note-66. â Christoph Demmerling: Frankfurter Schule. Faszinierte Distanz: Benjamin, Horkheimer, Adorno, Habermas. In: Dieter ThomĂ€ (Hrsg.): Heidegger-Handbuch. Leben â Werk â Wirkung. Metzler, Stuttgart 2013, S. 378.
cite-note-77. â Hartmut Scheible: Theodor W. Adorno mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Rowohlt, Reinbek 1989, S. 139.
cite-note-88. â âNoch zu Beginn der sechziger Jahre hatte in den Geisteswissenschaften die halbe UniversitĂ€t so gesprochen und geschrieben, als könnten diese Wissenschaften ihren Grund nur noch in Heideggers Philosophie finden.â Clemens Albrecht u. a.: Die intellektuelle GrĂŒndung der Bundesrepublik. Eine Wirkungsgeschichte der Frankfurter Schule. Campus, Frankfurt/New York 1999, S. 365.
cite-note-99. â Romano Pocai: Jargon der Eigentlichkeit. Zur Deutschen Ideologie. In: Axel Honneth (Hrsg.): SchlĂŒsseltexte der Kritischen Theorie. VS Verlag fĂŒr Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2006, S. 52.
cite-note-1010. â Hartmut Scheible: Theodor W. Adorno mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Rowohlt, Reinbek 1989, S. 140.
cite-note-1111. â Max Beck: Sprache und Eigentlichkeit. Theodor W. Adornos Polemik âJargon der Eigentlichkeitâ in der âNeuen Rundschauâ. Ăberlegungen zu einem viel beredeten und wenig verstandenen Text. In: Wirkendes Wort. Band 3, 2013, S. 470 f.; Romano Pocai spricht von dem ânicht zu unterschĂ€tzenden philosophischen Gehalt des Textesâ. Siehe Romano Pocai: Jargon der Eigentlichkeit. Zur Deutschen Ideologie. In: Axel Honneth (Hrsg.): SchlĂŒsseltexte der Kritischen Theorie. VS Verlag fĂŒr Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2006, S. 55.
cite-note-1212. â Romano Pocai: Jargon der Eigentlichkeit. Zur Deutschen Ideologie. In: Axel Honneth (Hrsg.): SchlĂŒsseltexte der Kritischen Theorie. VS Verlag fĂŒr Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2006, S. 53.
cite-note-1313. â Romano Pocai: Jargon der Eigentlichkeit. Zur Deutschen Ideologie. In: Axel Honneth (Hrsg.): SchlĂŒsseltexte der Kritischen Theorie. VS Verlag fĂŒr Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2006, S. 54. Zitate aus JdE 111/502.
cite-note-1414. â Romano Pocai: Jargon der Eigentlichkeit. Zur Deutschen Ideologie. In: Axel Honneth (Hrsg.): SchlĂŒsseltexte der Kritischen Theorie. VS Verlag fĂŒr Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2006, S. 55.
cite-note-1515. â Max Beck: Sprache und Eigentlichkeit. Theodor W. Adornos Polemik âJargon der Eigentlichkeitâ in der âNeuen Rundschauâ. Ăberlegungen zu einem viel beredeten und wenig verstandenen Text. In: Wirkendes Wort. Band 3, 2013, S. 463.
cite-note-1616. â Theodor W. Adorno: Der Begriff der Philosophie. Vorlesung Wintersemester 1951/52. Mitschrift von Kraft Bretschneider. In: Frankfurter Adorno-BlĂ€tter II. edition text + kritik, MĂŒnchen 1993, S. 28 ff.
cite-note-1717. â Martin Jörg SchĂ€fer: Schmerz zum Mitsein. Zur RelektĂŒre Celans und Heideggers durch Philippe Lacoue-Labarthe und Jean-Luc Nancy. Königshausen & Neumann, WĂŒrzburg 2003, S. 16.
cite-note-1818. â Max Beck: Sprache und Eigentlichkeit. Theodor W. Adornos Polemik âJargon der Eigentlichkeitâ in der âNeuen Rundschauâ. Ăberlegungen zu einem viel beredeten und wenig verstandenen Text. In: Wirkendes Wort. Band 3, 2013, S. 466.
cite-note-1919. â Max Beck / Nicholas Coomann: Adorno, Kracauer und die UrsprĂŒnge der Jargonkritik. In: Max Beck / Nicholas Coomann (Hrsg.): Sprachkritik als Ideologiekritik. Studien zu Adornos âJargon der Eigentlichkeitâ. Königshausen & Neumann, WĂŒrzburg 2015, S. 19.
cite-note-2020. â Ludwig Marcuse: Unsere hehren Wendriners. Rezension der Jargonschrift. In: Die Welt der Literatur vom 24. Dezember 1964, zitiert nach: Thomas HĂ€rting: Ideologiekritik und Existenzphilosophie. Philosophische Stellungnahme zu Th. W. Adornos âJargon der Eigentlichkeitâ. In: Zeitschrift fĂŒr Philosophische Forschung. Band 21, Heft 2, 1967 S. 284.
cite-note-2121. â Theodor W.Adorno: Auf die Frage: Was ist deutsch?. In: ders.: Gesammelte Schriften, Band 10.2: Kulturkritik und Gesellschaft II. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1977, S. 701.
cite-note-2222. â Tilo Wesche: Dialektik oder Ontologie: Heidegger. In: Richard Klein, Johann Kreuzer, Stefan MĂŒller-Doohm (Hrsg.): Adorno-Handbuch. Leben â Werk â Wirkung. Metzler, Stuttgart 2011, S. 364.
cite-note-2323. â Theodor W. Adorno: Ontologie und Dialektik (1960/61). In: ders. Nachgelassene Schriften, Band 7, Hrsg. von Rolf Tiedemann, Suhrkamp, Frankfurt am Main 2002.
cite-note-2424. â Tilo Wesche: Dialektik oder Ontologie: Heidegger. In: Richard Klein, Johann Kreuzer, Stefan MĂŒller-Doohm (Hrsg.): Adorno-Handbuch. Leben â Werk â Wirkung. Metzler, Stuttgart 2011, S. 364.
cite-note-2525. â Christoph Demmerling: Frankfurter Schule. Faszinierte Distanz: Benjamin, Horkheimer, Adorno, Habermas. In: Dieter ThomĂ€ (Hrsg.): Heidegger-Handbuch. Leben â Werk â Wirkung. Metzler, Stuttgart 2013, S. 374, 379.
cite-note-2626. â Stefan MĂŒller-Doohm: Adorno. Eine Biographie. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003, S. 656.
cite-note-2727. â François FĂ©dier: Trois attaques contre Heidegger. In: Critique, No 234, November 1966, S. 883â904.
cite-note-2828. â Hartmut Scheible: Theodor W. Adorno mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Rowohlt, Reinbek 1989, S. 139.
cite-note-2929. â Tilo Wesche: Dialektik oder Ontologie: Heidegger. In: Richard Klein, Johann Kreuzer, Stefan MĂŒller-Doohm (Hrsg.): Adorno-Handbuch. Leben â Werk â Wirkung. Metzler, Stuttgart 2011, S. 364.
cite-note-3030. â JĂŒrgen Habermas: Dialektik der Rationalisierung. In: ders.: Die Neue UnĂŒbersichtlichkeit. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1985, S. 169.
cite-note-3131. â RĂŒdiger Safranski: Ein Meister aus Deutschland. Heidegger und seine Zeit. Hanser, MĂŒnchen 1994, S. 478.
cite-note-3232. â Hermann Mörchen: Jargon der Eigentlichkeit. Zur deutschen Ideologie. In: Zeitschrift fĂŒr deutsches Altertum und deutsche Literatur, Band 94, Heft 2, 1965, S. 93 f.
cite-note-3333. â Micha Brumlik: Theologie und Messianiasmus. In: Richard Klein, Johann Kreuzer, Stefan MĂŒller-Doohm (Hrsg.): Adorno-Handbuch. Leben â Werk â Wirkung. Metzler, Stuttgart 2011, S. 299.
cite-note-3434. â RĂŒdiger Safranski: Ein Meister aus Deutschland. Heidegger und seine Zeit. Hanser, MĂŒnchen 1994, S. 472.
cite-note-3535. â Lorenz JĂ€ger: Adorno. Eine politische Biographie. Deutscher Taschenbuch Verlag, MĂŒnchen 2005, S. 255.
cite-note-3636. â Zu Adornos subtiler Differenzierung zwischen beiden Begriffspaaren vgl. JdE 102f./494f.
cite-note-3737. â Thomas HĂ€rting: Ideologiekritik und Existenzphilosophie. Philosophische Stellungnahme zu Th. W. Adornos âJargon der Eigentlichkeitâ. In: Zeitschrift fĂŒr Philosophische Forschung. Band 21, Heft 2, 1967, S. 283.
cite-note-3838. â Das Zitat stammt aus einer Rezension Ludwig Marcuses in der Welt der Literatur (24. Dezember 1964), die HĂ€rting zustimmend zitiert. Thomas HĂ€rting: Ideologiekritik und Existenzphilosophie. Philosophische Stellungnahme zu Th. W. Adornos âJargon der Eigentlichkeitâ. In: Zeitschrift fĂŒr Philosophische Forschung. Band 21, Heft 2, 1967, S. 286.
cite-note-3939. â Thomas HĂ€rting: Ideologiekritik und Existenzphilosophie. Philosophische Stellungnahme zu Th. W. Adornos âJargon der Eigentlichkeitâ. In: Zeitschrift fĂŒr Philosophische Forschung. Band 21, Heft 2, 1967, S. 289.
cite-note-4040. â Thomas HĂ€rting: Ideologiekritik und Existenzphilosophie. Philosophische Stellungnahme zu Th. W. Adornos âJargon der Eigentlichkeitâ. In: Zeitschrift fĂŒr Philosophische Forschung. Band 21, Heft 2, 1967, S. 286.
cite-note-4141. â Hermann SchweppenhĂ€user: Thomas HĂ€rtings Adorno-Kritik. Eine Replik als Antikritik zu dem polemischen Aufsatz ĂŒber Ideologiekritik und Existenzphilosophie von Thomas HĂ€rting. In: Zeitschrift fĂŒr Philosophische Forschung. Band 21, Heft 4, 1967. Hier nach dem Wiederabdruck: Verleumdete AufklĂ€rung. Zur ontologischen Adornokritik. In: Ăber Theodor W. Adorno. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1968, S. 92.
cite-note-4242. â Hermann SchweppenhĂ€user: Verleumdete AufklĂ€rung. Zur ontologischen Adornokritik. In: Ăber Theodor W. Adorno. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1968, S. 108.
cite-note-4343. â Richard Wisser: Karl Jaspers: Philosophie in der BewĂ€hrung. VortrĂ€ge und AufsĂ€tze, Königshausen und Neumann, 2. Aufl. 1995, S. 33â34, mit Bezug auf Karl Jaspersâ Existenzphilosophie, 37 ff.
cite-note-4444. â Otto Friedrich Bollnow: Das Zeitalter des MiĂtrauens. In: H. Catholy/W. Hellmann (Hrsg.): Festschrift fĂŒr Klaus Ziegler. TĂŒbingen 1968, S. 435â457.
cite-note-4545. â Otto Friedrich Bollnow: Das Zeitalter des Misstrauens. In: H. Catholy/W. Hellmann (Hrsg.): Festschrift fĂŒr Klaus Ziegler. TĂŒbingen 1968, S. 436.
cite-note-4646. â Otto Friedrich Bollnow: Das Zeitalter des Misstrauens. In: H. Catholy/W. Hellmann (Hrsg.): Festschrift fĂŒr Klaus Ziegler. TĂŒbingen 1968, S. 456 f.
cite-note-4747. â Romano Pocai: Jargon der Eigentlichkeit. Zur Deutschen Ideologie. In: Axel Honneth (Hrsg.): SchlĂŒsseltexte der Kritischen Theorie. VS Verlag fĂŒr Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2006, S. 54 f.